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Vermeide diese 10 Anfängerfehler beim Fesseln

27. Juli 2021

Die meisten Fessler*innen machen zu Beginn gerne ein paar der folgenden Anfängerfehler mit dem Seil. Ich zeige dir schon vorher, wie du jede Menge Zeit und Nerven sparst!

 

Fehler Nr. 1: Das falsche Seil

Die Wahl des richtigen Seils kann erhebliche Auswirkungen auf den Erfolg deiner Fesselsession haben. Zwar sind Wäscheleinen, Kletter- und Springseile auch Seile, jedoch wird es für dich echt schwierig werden, damit gut zu arbeiten.

Im professionellen Bondage vergleichen wir unsere Seile gerne mit guten Messern - kannst du dir ungefähr vorstellen, wie lange du brauchen wirst, einen Ast mit einem Skalpell durch zu schneiden? Oder eine Möhre mit einem Samurai Schwert zu schälen? Nein? Ich auch nicht. Für jeden Einsatz gibt es das richtige Messer. Und so ist es auch beim Fesseln: Wir brauchen Seile, die sich schnell bewegen lassen, die leicht biegsam für enge Windungen sind und sich bei Zugbelastungen kaum dehnen können. Unsere Seile müssen glatt und schnell durch die Hände laufen können und sollten sich möglichst nicht zu oft verheddern.

Alleine die Reduzierung des Durchmessers von z.B. 10 mm auf 5 mm kann deine Fesselung anschmiegsamer und die Verbindungen mehrerer Seile miteinander weniger klobig machen. Es werden unangenehme Druckstellen reduziert und die Seile finden einen besseren Halt am Körper. 

Bevor du dich also darüber ärgerst, dass deine Seile nicht richtig halten, das Fesseln so unglaublich lange dauert oder dein Modell sich immer mit Leichtigkeit befreien kann und du keinen Bock mehr auf Fesseln hast - wechsel einfach mal dein Arbeitswerkzeug und schau, was passiert.

 

Fehler Nr. 2: Viel zu lange Seile

Einer der häufigsten Fehler sind neben einem ungeeigneten Material auch eine ungünstige Länge. Zwar sehen 10 Meter Seil schon echt beeindruckend aus, aber dieser gute Eindruck verblasst ziemlich schnell, wenn du während einer einfachen Fesselung dein Seil das hundertste Mal entknoten und vom linken Sofabein entwirren musst.

Im professionellen Bondage sind die Seile eigentlich nie länger als 8 Meter - und wir nehmen sie immer doppelt. Heißt: Niemand fesselt mit mehr als 4 Metern in der Hand - und das hat gute Gründe. Denn:

Je länger dein Seil, desto….

  • mehr Zeit wirst du brauchen, um dein Seilmodell wieder zu entfesseln. Und das kann auf Kosten der Sicherheit gehen.
  • mehr Seil musst du noch verbauen, wenn deine Fesselung längst fertig ist, dein Seil aber noch nicht zu Ende ist. 
  • häufiger musst du nachgreifen, um dein Seil - insbesondere am Anfang einer Fesselung - komplett durchzuziehen.

Gerade günstige Baumwollseile (die werden oft als sog. “Bondageseile” verkauft) sind oft in 10 Meter Länge zugeschnitten. Hier lohnt es sich, das Seil entweder bei 8 oder bei 7 Metern zu durchtrennen. Die übrigen 3 oder 2 Meter können dann z.B. als Mini-Seil für Schnellfixierungen (einfache Handfesselung, Knöchel an Bettpfosten, o.ä.) weiter genutzt werden.

 

Fehler Nr. 3: Die falschen Seilenden

Was vernachlässigbar und unwichtig erscheint kann dir in der Realität unter Umständen das Fesselerlebnis komplett ruinieren: Die falschen Endknoten deiner Seile.

Ein Endknoten, der viel zu dick ist, wird dir den Seilfluss beim Durchziehen nämlich jedes Mal abrupt unterbrechen. Seile ganz ohne Endknoten, wie es oft bei Kunststofffasern oder Baumwollseilen vorkommt, haben hingegen die Tendenz, an den Enden auszufransen. Angesetzte Seilstellen können damit ggf. sogar leichter mal herausrutschen. Auch die Idee mit den verschmolzenen Seilenden bei Kunstfasern ist ungünstig, da die scharfen Plastikkanten die Haut des Modells verletzen könnten.

Ein großes No-Go sind auch jede Form von Metallnieten oder Perlen an den Seilenden. Da wir immer damit rechnen müssen, dass so ein Seilende unserem Modell versehentlich auch mal ins Gesicht schlagen könnte, ist ein harter, sich stark beschleunigender Gegenstand am Seilende äußerst gefährlich. Gerade bei den Fesselanfänger*innen kommt das nicht selten vor.

 

Fehler Nr. 4: Gut durchdacht ist nicht gefesselt

Vielleicht kennst du das auch, dass eine Fesselung so überhaupt gar nicht mehr nach dem aussieht, was sie eigentlich mal werden sollte. Theoretisch war alles total klar und logisch, aber in der Realität kam was vollkommen anderes dabei heraus.

Damit deine ersten Fesselungen am Ende nicht komplett im Chaos versinken, empfehle ich dir, die Anwendungsfesselung immer mindestens einmal vorab zu üben. Quasi Trockenschwimmen. Mit Fokus auf die Funktion, die Technik und eventuelle Sollbruchstellen, wie z.B. wenn dein Seilmodell die Körperhaltung an sich schon unangenehm ist oder die Position der Seillage besser ein Stück höher oder tiefer sein sollte.

In der Trainingssession kannst du deine Fesselung dann testen und ihr den letzten Schliff geben - auch für dein Modell kann das eine vertrauensbildende Maßnahme sein, wenn er*sie schon vorab einmal reinfühlen konnte und ggf. Probleme und Wünsche vorab kommuniziert werden konnten. So bleibt mehr Raum und Zeit für die eigentliche Anwendungssession.

Treu nach der Regel: “Never change a winning team” (Deutsch: Verändere nie ein Gewinnerteam) solltest du für deine Anwendungssession immer zu 80% auf das setzen, was bereits bekannt ist und gut funktioniert. Die restlichen 20% bleiben dann für kreativen Freiraum und das Anwenden von Fesselungen, die zuvor noch nicht in einer echten Spielsession getestet wurden.

 

Fehler Nr. 5: Zu lockere Seile

Das ist ein sehr beliebter Anfängerfehler, der oft entweder nur aus Unwissenheit oder aber aus Vorsicht, Sorge und Höflichkeit gemacht wird - für das Modell aber höchst enttäuschend sein kann. Es gibt eigentlich kaum was unangenehmeres für ein Seilmodell, als rutschende Seile, die sich langsam schleifend über die Haut bewegen. Oder eine Fesselung, die nur aus Respekt gegenüber der/dem Fessler*in mit Willenskraft und Anspannung am Platz bleibt, aber bei der kleinsten Unachtsamkeit einfach so vom Körper fallen würde.

Liebe Fessler*innen, ihr meint es nur gut. Aber bitte fesselt nicht zu locker! Die Seile sollten sich immer von alleine durch Grip an Muskeln und Knochen festhalten können.

Wenn ihr eine Katze oder ein Baby auf dem Arm habt,  es aber viel zu vorsichtig und zu locker festhaltet, dann wird es anfangen zu weinen oder zu kratzen - einfach, weil Katze oder Baby Angst haben, herunterzufallen. Fesselt eure Seilmodelle daher mit klarer Ansage: “Du wirst vom Seil gehalten!”, “Du bist jetzt definitiv gefesselt” und euer Modell wird sich viel eher entspannen können und Vertrauen in die Situation aufbauen.

Und für die, die jetzt denken: “Aber ist das dann nicht viel zu eng?” habe ich einen Tipp: 

Fesselt einmal so, wie ihr denkt, dass es die richtige Enge hat und lasst euch Feedback geben. Danach fesselt ihr so, wie es aus eurer Sicht definitiv viel zu eng ist - und fragt wieder nach. In vielen Fällen sind die Fessler*innen erstaunt, wie unterschiedlich die Einschätzungen sein können. 

 

Fehler Nr. 6: Das Bett ist nur zum Schlafen schön

Das mit dem Fesseln im Bett kann echt seine Tücken haben und ist in der Theorie viel interessanter, als in der Praxis. Ich persönlich hasse es, im Bett jemanden fesseln zu müssen, und das hat folgende Gründe:

  • Betten sind oft instabiler (für Bondage) als sie aussehen. Oder einfach nicht für diese Art der Belastung gedacht. So ein Kopfteil mit Streben kann stabil wirken, lässt sich aber mit einem kraftvollen Zug in die falsche Richtung mal eben komplett aus den Schrauben reißen. 
  • Boxspringbetten vs. Bondage: Es gibt zahlreiche Betten, die weder Rahmen noch Lattenrost aufweisen. Das ist für unsere Zwecke höchst ärgerlich und ich vermute dabei nichts Geringeres als eine christlich-keusche Verschwörung der Bettenhersteller gegen uns Fessler*innen, die wir doch einfach nur ein einfaches Brett für unsere Seilfixierungen suchen. 
  • Meine Knie sinken in der Matratze ein und genau das nervt nach 'ner Weile und führt zudem zu einer….
  • ...unmöglichen Körperhaltung. Durch den weichen Untergrund kann ich wenig Kraft aufbringen und bin weniger beweglich. Heißt: Meine Körperhaltung beim Fesseln lässt wirklich zu wünschen übrig und ich wirke weder dominant noch selbstbewusst. 
  • Mein Seil bleibt dauernd an Kissen, Beinchen und Decken hängen. Nachttische werden auch mal aus Versehen mit dem Seilende komplett abgeräumt.

Du siehst, ich bin kein Freund von Seilen im Bett - das fühlt sich einfach so an, als ob man ein 5 Sterne Menü vom Pappteller isst: möglich, aber stillos.

Ich empfehle dir wahlweise den Flauscheteppich, eine weiche Unterlagen für den Boden, große Kissen, Tatamimatten - oder das Bett vorher wenigstens von Kissen und Decken zu befreien. 

 

Fehler Nr. 7: Perfekte Deko - Null Effekt

Den meisten Anfänger*innen am Seil schwebt als Idealbild einer perfekten Fesselung meist eine Konstruktion mit unendlich vielen, parallel, symmetrisch oder im rechten Winkel angeordneten Knoten und Webungen vor. Das ist auch tatsächlich selbst für Profis recht herausfordernd - jedoch gibt es mehrere Gründe, warum du diese “Tüddeleien” besser sein lassen solltest. Einer davon ist der, dass du mit hübschen Deko-Elementen bei deinem Modell nie mehr als ein “Ach, hübsch!” gewinnen kannst.

Möchtest du eine Fesselsession mit Tiefgang, Intensität und emotionaler Verbindung erleben oder auch einfach nur eine Session, die beiden noch lange in positiver Erinnerung bleibt, dann solltest du die Finger von überdekorierten Fesselungen lassen. Konzentriere dich lieber zuerst auf den wesentlichen Aspekt. Und das ist: die Fesselung und die Sicherheit. Danach kommt Seilführung, das Erzeugen von Emotionen, die technische Richtigkeit im Aufbau der Fesselung und ganz, ganz ganz zum Schluss auch mal die Ästhetik.

Ich kann dich aber verstehen: diese krass symmetrisch-akkuraten Fesselungen sehen sehr eindrucksvoll aus und den meisten Menschen gibt dieser Anblick dann erst das Gefühl von: “Ich kann fesseln”. Für dein Modell stellt sich das nur leider ganz anders dar. Wenn du nicht gerade Party-Outfits aus Seilen oder Fesselungen für Fotoshootings baust, kannst du sämtliche Extra-Deko-Elemente am Anfang getrost weglassen. Sie verändern das Gefühl deines Modells nur unwesentlich und lenken deinen Fokus eher ab, bzw. laden dazu ein, dass du dich verhedderst und daran aufreibst.

Daher mein heißer Tipp für dich: Fessel lieber die billigste und einfachste Fesselung der Welt - aber tue dies mit Intention, mit Kraft (aus dir heraus, genannt: Ki Energie), mit Liebe, mit Hingabe, mit richtigem Timing, der richtigen Haltung! - und dein Modell wird zerfließen, sabbern und zucken. 

 

Fehler Nr. 8: Wer will eigentlich was?

Du kennst es vielleicht aus dem Alltag, dass wir manchmal aneinander vorbei reden. Und genau das passiert vielen Anfänger*innen auch beim Fesseln. Wenn eine Person zu mir sagt: “Ich möchte gerne gefesselt werden!” dann kann das zum Teil gravierend von dem abweichen, was du glaubst, verstanden zu haben. Einige Bedeutungsmöglichkeiten dieser Aussage könnten sein:

  • Ich mag einfach nur das Gefühl von Seilen auf der Haut.
  • Ich möchte 100% bewegungslos sein und mich total ausgeliefert fühlen.
  • Ich möchte mich DIR ausgeliefert fühlen.
  • Ich möchte Sex und BDSM mit dir (machen).
  • Ich möchte so ein tolles Foto für Instagam, wo ich kopfüber in den Seilen hänge.
  • Ich möchte meinen Freunden erzählen können, wie cool ich bin (brauche Seilabdrücke, Beweisbilder und 'ne krasse Story).
  • Ich möchte eine besondere Art der Tiefe, Verbundenheit und Intensität zu dir spüren.
  • Ich möchte meinen eigenen Körper und seine Grenzen erfahren.
  • Ich möchte durch eine Fesselung herausgefordert werden und gegen die Seile ankämpfen dürfen.
  • Ich möchte, dass jemand mich berührt und liebevoll umarmt (bitte keine engen oder einschneidenden Seile!).
  • Ich möchte dass du mir weh tust - ich will Endorphine und Trance.
  • Ich will so eine nette Deko als Outfit für den Club.
  • Ich will meditativ von der Decke hängen - nur von Seilen getragen.
  • Ich stelle mir vor, dass du einfach nur meine Hände so ganz leicht fesselst.
  • usw…

Das waren nur einige wenige Möglichkeiten, was es bedeuten kann, gefesselt werden zu wollen. Genauso sieht es auf Seiten der Fessler*innen aber auch aus: Auch diese haben ganz unterschiedliche Herangehensweisen, Wünsche und Ziele. Das kann von “Ich will meiner/m Partner*in einen Gefallen tun” bis hin zu krassem Sadismus oder einfach nur wahrer Leidenschaft für japanisches Bondage reichen (manche lieben es auch einfach nur, die Fesselungen zu bauen, ähnl. Häkeln/Stricken). Und genau daher ist es so wichtig, dass wir uns darüber zu Beginn schon klar werden: WER WILL EIGENTLICH WAS?

Ansonsten bekommen wir es als Anfänger*innen problemlos hin, aneinander vorbei zu fesseln - mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Wünschen, die ohne einen gegenseitigen Austausch dann oft enttäuscht werden und zu Misstrauen, Langeweile, Unfällen oder dem Gefühl, nicht verstanden zu werden, führen können.

Daher kann ich dir nur ans Herz legen: Mach dir eine genaue Vorstellung davon, was du gut finden und wohin es dich ziehen könnte. Was willst du wirklich vom Fesseln/gefesselt werden? Welche Szene hast du im Kopf? Was ist das Gefühl, das du erleben/erzeugen willst? Bondage ist nicht gleich Bondage.

 

Fehler Nr. 9: Autschn!

Sehr häufig ruinieren sich Anfänger*innen am Seil das Vertrauen ihrer Modelle, weil sie ein paar Dinge noch nicht gelernt haben und dann ihrem Modell versehentlich weh tun oder sehr unangenehme Situationen erzeugen. Das kann z.B. bei folgenden Aktivitäten leicht passieren:

  • mit dem Seil beim Durchziehen die Haut verbrennen (Seile werden bei Bewegungen sehr heiß und können starke Brandspuren hinterlassen)
  • bei einer Fingerhäkelbewegung, wie wir sie beim Fesseln oft machen müssen, die Haut mit dem Finger einklemmen
  • die Haut zwischen zwei Seilen einklemmen
  • das Seil einfach über den Kopf des Modells heben (das finden fast alle Menschen unangenehm) oder die Seile zu nah um und an den Hals legen
  • mit zu langen Fingernägeln fesseln
  • den Ellenbogen beim Fesseln in Richtung des Gesichts des Modells schieben (wirkt anti-entspannend)
  • die Seilenden beim Durchziehen dem Modell ins Gesicht schlagen
  • etc….

Es ist mega wichtig, dass du von Anfang an achtsam fesselst. Viele - insbesondere Männer - haben das Bedürfnis, mangelnde Erfahrung oder noch fehlende Sachkenntnis mit einem ruppigen und schnellen Fesselstil wett machen zu wollen. Oft werden hier Dominanz und Selbstbewusstsein mit Ruppigkeit und Schnelligkeit verwechselt. 

Aber weder funktioniert das (wirkt so gar nicht dominant), noch kommt das gut an. Ich empfehle dir daher, immer darauf zu achten, mit deinem Modell sehr sorgsam, achtsam und schützend umzugehen. 

Das Vertrauen unseres Modells ist beim professionellen Fesseln unsere absolute Basis, die Grundbedingung, ohne die wir nicht arbeiten können.

 

Fehler Nr. 10: Keinen Plan B

Ich kann dir gar nicht sagen, wie wichtig es ist, beim Fesseln immer einen Plan B in der Tasche zu haben. Es gibt im Profi- wie im Amateur Bondage die Regel, dass eine Fesselsession am Ende nie so sein wird, wie du es geplant hast. Weder wird eine Fesselung genauso aussehen, wie die davor (auch wenn du jedes mal exakt dasselbe fesselst), noch wird dein Modell in derselben Stimmung sein. Zudem lassen sich Emotionen, Dynamiken und Energien einer Session nur schwerlich vorausplanen.

Aber das ist nicht der einzige Grund, warum du immer einen Plan B im Hinterkopf haben solltest. Gerade am Anfang ist es so, dass das Fesseln noch nicht so rund und leicht von der Hand geht, wie es später sein wird. Fesselungen, bei denen du nach ein paar Praxisjahren komplett den Kopf abschalten kannst, kosten dich am Anfang noch sehr viel Überlegung und Konzentration. Das kann einer erotischen Stimmung, wie sie zuweilen auftreten könnte, entgegen stehen. Daher empfehle ich dir als heißen Tipp: Hab am Anfang einfach auch immer noch Handschellen, Schals, Gaffa Tape oder Judogürtel bei den Seilen liegen. Das geht schnell und führt unkompliziert und verlässlich immer zum Ziel. Es gibt dir Ruhe und sorgt schlagartig für eine Abwechslung - gerade wenn mal was mit den Seilen nicht so funktioniert hat, wie geplant.

Und bitte hab etwas Geduld mit dir! Das Fesseln ist für unser Gehirn sehr fordernd und alles andere als eine leichte Übung. Wenn du dann auch noch mit körperlicher Erregung, deiner/m Partner*in und Stress nach einem langen Arbeitstag umgehen sollst, ist es nur allzu verständlich, wenn dann nicht immer alles so klappt, wie erhofft. Dann lieber einfach “Klick” und “Rrrtsch” mit den Handschellen und der Abend ist gerettet.

Das Fesseln wird oft unterschätzt - auch wenn die Abläufe und Konstruktionen an sich logisch gut verständlich sind, braucht es einige Zeit, bis du sie auch im Muskelgedächtnis hast und mal eben ganz selbstverständlich vom Gehirn abrufen kannst. Das dann in Kombination mit Emotionen und Aufregung ist eine komplexe Gehirnfunktion, die einfach Übung und Zeit braucht. Daher ist es sehr sinnvoll, mehrere Fesselmaterialien rechtzeitig zur Hand zu haben oder einfach jederzeit auf eine einfachere, bekannte und oft geübte Fesselung als Plan B umzusteigen. 

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