Das Fesseln mit dem Seil ist natürlich niemals ohne Risiko. Jedoch haben wir einen großen Einfluss auf die Gestaltung dieses Risikos. Nämlich indem wir:
- Gut vorab, dabei und danach kommunizieren (lernst du beim Thema Kommunikation und beim Thema Konsens im Kurs)
- Unsere Models gut kennen und beobachten, ob sie sich wohlfühlen
- Die Risiken kennen und einschätzen lernen (lernst du im Kurs)
- Wissen über den Körper und mögliche Gefahren durch Shibari haben
- Uns langsam an bestimmte Fesselungen herantasten
- Abläufe trainieren und wiederholen
- Nur mit klarem Kopf arbeiten
- Auf Materialsicherheit sowie Schneidewerkzeuge achten (lernst du alles im Kurs)
Viele Menschen, die sich bislang nur flüchtig mit Shibari und Rope-Bondage beschäftigt haben, haben oft Vorurteile in puncto Sicherheit und Unfällen im Kopf. Was du dabei aber vielleicht noch nicht wusstest:
- 99,99% aller Bondage-Sessions sind ganz wunderbare Erfahrungen und viele Fesselbegeisterte arbeiten seit vielen, vielen Jahren sehr sicher und verantwortungsvoll. Von denen hört man aber nie was - eben weil alles gut läuft und alle glücklich damit sind.
- Das Risiko beim Seilbondage ist super unterschiedlich. So haben Fesselungen, die auf dem Boden oder im Bett stattfinden, ein viel geringeres Risiko als z.B. Hängebondages.
- Wenn von Bondage-Unfällen die Rede ist, dann sind diese meistens in Kombination mit Drogen oder Alkohol passiert. Selten im nüchternen Zustand. Wenn wir Fesseln, dann nur mit vollkommen klarem und wachem Kopf - dasselbe gilt für unsere Models.
- Auch gibt es eine größere Anzahl von autoerotischen “Bondage-Unfällen”. Hier wurde nicht zu zweit gefesselt, sondern eine Person allein hat sich selbst stranguliert und die Kontrolle verloren. Auch das hat wenig mit einvernehmlichem Shibari zwischen zwei Personen zu tun - zählt aber in der Kategorie als sog. “Bondage Unfall”.
- Zu unseren “Risiken” zählen auch Hautabschürfungen, sich einschnürende Seile, blaue Flecken, versehentliche Schläge durch herumfliegende Seilenden oder eingeklemmte Haut. Das meiste an Problemen beim Fesseln lässt sich oft innerhalb weniger Sekunden korrigieren oder ist durch eine schnelle Lernkurve schnell ein Problem der Vergangenheit.
- Die meisten Fesselnden sind sehr vorsichtige und intelligente Menschen, die gut über ihre nächsten Schritte überlegen und für die die Sicherheit ihres Partners höchste Priorität hat.
Gerade weil wir ein etwas erhöhtes Risikoprofil haben (nichts im Vergleich zu Motorrad Fahren oder Reiten übrigens!), achten wir ganz besonders aufeinander. Beim Fesseln ist der Fokus sehr stark beim Gegenüber - wir sind ja gerade neugierig auf die Reaktionen unseres Models! - und daher entgeht uns als Fesselnden nur wenig. Zu einem unseres wichtigsten Regeln gehört es, dass wir Gefesselte niemals alleine lassen.
- Mit den Judogürtel Ties hast du so gut wie gar kein Verletzungsrisiko
- Die meisten Bodenbondage-Formen sind sehr risikoarm und können sehr gut und sicher auch von Anfängern nachgefesselt werden
- Kommunikation ist alles: Auch du als Model hast einen großen Einfluss auf deine Sicherheit. Wenn du Dinge rechtzeitig ansprichst und mitteilst, kann das Risiko dauerhaft sehr gering gehalten werden.
- Der Onlinekurs legt großen Wert auf Sicherheit. Du lernst alles was du wissen musst, um verantwortungsvoll und sicher arbeiten zu können. Auch das Model wird mit geschult, z.B. “Was sollte ich mitteilen?”, “Was ist normal?”, etc.
Das Fesseln mit dem Seil ist also vielleicht sicherer als du dachtest - auf jeden Fall kalkulierbar und durch gute Information, Kommunikation und Übung wirklich gut kontrollierbar. Dein Körper hält auch sehr viel mehr aus, als du dachtest und was du dir vielleicht am Anfang als schmerzhaft vorgestellt hast, kann sehr viel lustvoller in der Realität sein, als du jemals angenommen hattest.
👉 Lies hier: Die Shibari Sicherheitsregeln
👉 Grundlagen der Sicherheit beim Fesseln
